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POL-KA: (KA)Bruchsal – 30-jähriger bei Einbruch in Apotheke gestellt und von Polizeihund gebissen

Bruchsal (ots) – Gemeinsame Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Karlsruhe:

Ein 30 Jahre alter Drogenabhängiger ist am Samstagnachmittag in der Bruchsaler Moltkestraße bei einem Einbruch in eine Apotheke gestellt und von einem Polizeihund gebissen worden.

Den Ermittlungen des Polizeireviers Bruchsal zufolge hatte eine Zeugin am Samstag kurz nach 15.30 Uhr beobachtet, dass der 30-Jährige an der Apotheke eine Schaufensterscheibe einschlug und in die Räume einstieg. Sie alarmierte umgehend über den Notruf die Polizei.

Eine wenig später eingetroffene Streife konnte den Verdächtigen noch selbst im Innern erkennen und ließ das Gebäude von weiteren hinzugeeilten Kräften sofort umstellen. Aufforderungen seitens der Beamten, herauszukommen, ignorierte der junge Mann. Unterdessen versuchte er über die Kellerräume zu flüchten.

Letztlich wurde der mutmaßliche Dieb, der sich dort in einer dunklen Ecke unter Verpackungsmaterial verschanzt hatte, von einem Diensthund aufgespürt und „verbellt“. Er trat in der Folge nach dem Tier und wurde daraufhin mehrfach gebissen. Als die Durchsuchungsbeamten den mutmaßlichen Täter aus seinem Versteck zogen, trat und schlug er weiter nach der Hündin, sodass er gefesselt werden musste. Durch die Hundebisse trug der 30-Jährige Verletzungen an Schienbein, Knöchel und Handgelenk davon, die ein hinzugerufener Arzt auf der Polizeidienststelle ambulant versorgen konnte.

In seinem Rucksack stellten die Beamten 44 Packungen eines zuvor offenbar in der Apotheke gestohlenen Medikamentes sicher. Darüber hinaus wurde bekannt, dass der Festgenommene bereits am Vormittag dreimal erfolglos in der Apotheke erschienen war, um mit teils gefälschten Rezepten das später entwendete Medikament zu erhalten. Darüber hinaus stellten die Polizisten bei dem Mann eine Krankenkassenkarte sicher, die bereits im Zuge eines am 9. Dezember 2016 in Karlsruhe-Mühlburg verübten Wohnungseinbruch abhandengekommen war. Hierzu, aber auch zu weiteren Rezeptfälschungen und möglicherweise anderen verübten Straftaten zur Finanzierung seiner Drogensucht, dauern die Ermittlungen noch an.

Nach einem Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe wurde der bereits mehrfach wegen Betäubungsmittel- und Eigentumsdelikten auffällig gewesene Tatverdächtige am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt und kam in Untersuchungshaft.

Rüdiger Rehring, Oberstaatsanwalt

Ralf Minet, Pressestelle Polizeipräsidium Karlsruhe

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